The Climb

49,99€
8

Grafik

9.4/10

Gebiete/Spots

7.6/10

Feeling

7.6/10

Herausforderung

8.5/10

Preis/Leistung

7.0/10

Gut

  • Tolle Grafik
  • Große abwechslungsreiche Umgebungen mit eigener, dynamischer Vegetation
  • Echtes Bergsteigerfeeling

Nicht gut

  • Leider für den Umfang immernoch sehr teuer (49,99€)
  • Teilweise kleinere Bugs und aussetzer in der Spielmechanik

Übersicht

Mit The Climb hat Crytek zum ersten Mal einen VR-Titel veröffentlicht. Erschienen ist das Spiel am 28. April 2016 exklusiv für die Oculus Rift. Realisiert wurde es mit der hauseigenen CRYENGINE.

Gameplay

Wer unter Höhenangst leidet, sollte sich lieber von The Climb fernhalten. In Cryteks erstem VR-Spiel für die Oculus Rift hangelt man sich in schwindelerregender Höhe von einem vorstehenden Fels zum nächsten. Wie für Crytek üblich, kann sich das Spiel vor allem grafisch sehen lassen. Während der Berg im letzten Licht der Abendsonne erstrahlt, flattern Schmetterlinge über blumenreiche Wiesen. Unter einem schlägt das türkisblaue Wasser gegen den Fels. Für einen Moment könnte man fast glauben, man würde immer noch mit Nathan Drake in Uncharted auf der Jagd nach verschollenen Schätzen sein.

Unterhalb der Kletterhände befindet sich ein blauer Balken, der die Ausdauer anzeigt. Hält man sich etwa nur mit einer Hand fest, fällt die Ausdauer-Anzeige rasant. Um die Ausdauer zu erhöhen, kann man wie im echten Leben beim Klettern Chalk benutzen. Beim Klettern stößt man von Zeit zu Zeit auf Hinweispfeile. Sie zeigen einerseits den Weg, ermutigen aber auch zu gewagten Sprüngen zwischen den Felsen.
Bei The Climb kommt man allerdings kaum dazu, die Natur zu bewundern. Schließlich möchte man bei der Kletter-Simulation nicht versehentlich abrutschen. Eingeblendet sind immer die beiden Kletterhände, die man bislang noch mit einem Gamepad steuern muss. Dies wird sich im Dezember 2016 verändern, wenn es für die Oculus Rift einen eigenen Touchcontroller gibt. Erst dann kann man ein abschließendes Urteil zur Steuerung abgeben.
Hat man erst einmal die Anfangsrouten gemeistert, steigt der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich an. Genau muss man überlegen, wo man die Hände platziert. Teilweise bricht der Fels weg, den man eben noch zum Festhalten nutzen wollte. Andere Griffstellen erweisen sich als tückisch und schwächen die Ausdauer. Diese Herausforderungen sorgen durchaus für die ein oder andere knifflige Stelle.

Gebiete

Drei Gebiete stehen zur Auswahl. Die Karte Bay erinnert vom Feeling sehr stark an die Halong Bucht in Vietnam. Auf der Map Alps wiederum klettert man durch ein Gebiet, das in den Schweizer Alpen liegen könnte. Den Abschluss bietet die Canyon Karte, die natürlich vom großen Vorbild des Grand Canyon inspiriert ist. Neben der unglaublichen Szenerie kann man verschiedene Kletterrouten ausprobieren, Abkürzungen entdecken und auch das ein oder andere Geheimnis aufdecken.

Fazit

Crytek hat einmal mehr mit The Climb unter Beweis stellen können, wozu die CRYENGINE in der Lage ist. Alle Karten sind mit viel Liebe zum Detail entstanden. Für längeren Spielspaß sorgen verschiedene Features. So kann man sich zum Beispiel mit befreundeten Spielern messen. Diese werden zwar nur als Geist eingeblendet, aber das Wettrennen um den besten Kletterpfad macht dennoch Spaß. Lediglich der verhältnismäßig hohe Kaufpreis trübt ein bisschen das insgesamt positive Fazit.