Test: Edge of Nowhere

//Test: Edge of Nowhere

Test: Edge of Nowhere

Edge of Nowhere

39,99€
6.8

Grafik

9.0/10

Gebiete/Spots

8.0/10

Feeling

6.0/10

Herausforderung

5.0/10

Preis/Leistung

6.0/10

Gut

  • toller Sound / fast komplett vertont
  • Gute Story
  • Beeindruckende Landschaften

Nicht gut

  • Kaum eine Herausforderung
  • Für das Horror-Genre zu seicht
  • Preis von immer noch 39,99€

Mit Edge of Nowhere wagt sich das kalifornische Entwicklerstudio Insomniac Games zum ersten Mal an einen VR-Titel im Horror-Genre. Das Spiel wurde der Öffentlichkeit auf der Oculus Rift Pressekonferenz bei der Spielemesse E3 2015 vorgestellt. Es ist mit der bekannten Spiele-Engine Unity 5 erstellt worden. Edge of Nowhere ist am 6. Juni 2016 als Oculus Rift Titel erschienen.

Gameplay

In Edge of Nowhere spielt man den Abenteurer Victor Howard, der sich auf die verzweifelte Suche nach seiner verschwundenen Verlobten Ava Thorne begibt. Avas Spuren verlieren sich in der lebensfeindlichen Eiswüste der Antarktis, wo sie sich zuletzt einer Forschungsexpedition angeschlossen hatte.

Für einen VR-Titel ist das Gameplay zu Anfang etwas ungewohnt. Denn man steuert den Protagonisten nicht aus der Ego-Perspektive, sondern begleitet ihn als unsichtbare Kamera in der Third-Person-Ansicht. Trotzdem wird man von der immersiven Geräuschkulisse und der atemberaubenden Umgebung schnell in den Bann gezogen. Selbst in der Third-Person-Perspektive schaut man ehrfürchtig einen Abhang hinunter oder ertappt sich dabei, dass man sich mehr als einmal in den verwinkelten Höhlenschächten nervös umschaut.

 

Die Steuerung ist dabei relativ einfach gehalten und orientiert sich an bekannten Kontroll-Schemata. Gängige Interaktionen wie Sprinten, Klettern, Inspizieren oder das Einsammeln von Gegenständen steuert man mit dem Xbox-Controller. Etwas origineller fällt hingegen das Kampfsystem aus. So lässt sich das Fadenkreuz mit der VR-Brille steuern. Ebenso richtet sich der Leuchtkegel der Taschenlampe immer nach der Blickrichtung des Spielers aus. Leider ist eine Oculus Touch Steuerung nicht möglich.

Edge of Nowhere verzichtet auf unnötige Jumpscares. Stattdessen fühlt man sich wie in einem Horror-Thriller, in dem behutsam Spannung aufgebaut wird. Schemenhaft kann man die Schatten der vierbeinigen Kreaturen ausmachen, die sich tief im Höhleninneren bewegen. Einige Male fühlt man sich regelrecht umlauert, wenn man durch die Finsternis der Höhle streift.

Anders als bei einem gewöhnlichen Horrorspiel ist man den Monstern dank VR näher als einem lieb sein kann. So macht es schon einen großen Unterschied aus, ob man zum Steuern der Kamera die Maus bewegt oder den eigenen Kopf heben muss, wenn man Monster ausmachen möchte, die an der Höhlendecke entlangkrabbeln. Um sich gegen die Angriffe der Kreaturen zu wehren, muss man eine Deckung suchen und sollte sparsam mit der Munition umgehen.

Mit einem Steinwurf kann man zum Beispiel die Monster zur Not schon einmal ablenken, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Das Checkpoint-System des Spiels vergibt kleine Fehler, so dass man nie allzu weit zurückgesetzt wird. Insgesamt hat man bei Edge of Nowhere auf Abwechslungsreichtum geachtet. Actionreiche Bereiche wechseln sich mit Schleichszenen und Kletterpartien ab.

Insomniac Games macht keinen Hehl daraus, dass die Story des Spiels sich stark an die Geschichten des berühmten Horrorschriftstellers H.P. Lovecraft anlehnt. Dessen Antarktis-Roman „Berge des Wahnsinns“ hatte bereits Filmvorlagen wie „The Thing“ inspiriert. So überrascht es nicht, dass man auch das ein oder andere Horrorklischee in der Geschichte präsentiert bekommt.

Fazit:

Mit Edge of Nowhere ist Insomniac Games ein gutes Spiel gelungen, das nur wenige Schwächen aufweist. Der Entwickler von Ratchet & Clank zeigt, welches Potenzial in der neuen Technologie steckt. Virtual Reality spielt eine große Rolle für das Unternehmen spielen. Weitere Spiele der Firma sind „Feral Rites“ und „The Unspoken“.

Von |2017-04-26T01:52:37+00:00Januar 31st, 2017|Test|0 Kommentare

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