Test: ADR1FT

ADR1FT

19,99€
7.7

Grafik

8.4/10

Gebiete/Spots

8.2/10

Feeling

7.9/10

Herausforderung

8.0/10

Preis/Leistung

5.8/10

Gut

  • Atemberaubende Grafik
  • Audiologs/E-Mails werten die Story auf
  • 4,5h Spielzeit

Nicht gut

  • belanglose Geschichte
  • Gameplay wiederholt sich ständig
  • Ermüdendes herumschweben im Schneckentempo
  • Fehlerhaftes Navigationssystem

Mit Adr1ft bringt Three One Zero ein Multi-Platform Weltraum-Survival-Adventure heraus, in dem die Schwerelosigkeit schnell in Hilflosigkeit endet. Trotz bombastischer Grafik und anfänglich toller Immersion, macht sich aufgrund der einfallslosen Aufgaben schnell Langeweile breit.

In Adrift haben wir es nun wirklich nicht immer leicht. Der Traum, einmal als Astronaut durch die Weiten des Raums zu schweben, wird schnell zum Albtraum. Kaum Sauerstoff, so gut wie nichts zu Essen und ein Raumschiff in Trümmern, lässt uns schnell aus dem Traum erwachen und katapultiert uns in die bittere (virtuelle) Realität.
Der Ersteindruck des Spiels, sei es auf der Oculus Rift oder HTC Vive ist bombastisch. Überall herumfliegende Trümmerteile, eine hervorragende Grafik und das Gefühl der Schwerelosigkeit, hinterlässt bei uns heruntergeladene Kinnladen. Diese müssen aber schleunigst wieder eingerenkt werden, sobald wir unsere Schubdüsen zünden und uns auf allen Möglichen Rotationsebenen um die eigene Achse drehen. Stellenweise tritt hier ein leichtes Unwohlsein in der Magengegend aus. Als Reallife Astronaut würde es uns wohl ähnlich gehen, daher einmal kurz durchgeatmet…weiter gehts!!

Inhalt & Gameplay

Lässt man den Ersten Eindruck erstmal Sacken und verbringt etwas zeit mit Adr1ft, ist die Anfängliche Euphorie schnell verflogen. Nachdem unsere Raumstation explodiert ist, gilt es schnellstmöglich Kommunikation mit der Erde herzustellen um später per Rettungskapsel dem Albtraum Weltall zu entfliegen. Hierzu müssen sich immer wiederholende Aufgaben absolviert werden. Diese bestehen daraus bestimmte wichtige Systeme hoch/runter und wieder hoch zu fahren. Da sich die zum Überleben wichtigen Systeme oft an weit auseinander liegenden Orten befinden, verbringen wir viel Zeit damit dorthin zu schweben, und noch mehr Zeit diese überhaupt zu finden. Der Überlebens Aspekt im Raum durch Sauerstoffmangel ist äusserst interessant. Nur leider befanden wir uns anscheinend auf einer Handelsstation für Sauerstoffflaschen. Anders lässt es sich nicht erklären dass wir alle paar Meter selbige finden. Kennt man einmal den Weg und verirrt sich nicht, aufgrund der etwas unübersichtlichen Wegfindung, hat man keine Probleme mehr mit dem Sauerstoff.  Einziger Lichtblick : Unser Raumanzug ist anscheinend aus einem ultradünnen Stoff gefertigt. Bei der kleinsten Kollision mit Trümmerteilen oder den Wänden der Station entstehen Risse und Luft strömt aus. Spätestens im letzten Drittel des Spiels wird es nochmal spannend, wenn wir uns durch enge Korridore zwängen und aufpassen müssen dass unser Anzug nicht beschädigt wird.
Abhilfe schaffen dabei die Verbesserungen unseres Anzugs. Neben Erhöhung des maximalen Sauerstoff-Vorrates, stehen später noch stärkere Schubdüsen und eine verbesserte Panzerung bereit.

Raumstation


Atmosphäre

Die fast nicht vorhandene Story wird aber durch Zahlreiche Audiologs und Schlüsselkarten aufgewertet. Mit den Schlüsselkarten lassen sich die Quartiere der ehemaligen Crewmitglieder betreten und deren E-Mails lesen. Durch die Audiologs und Mails erfahren wir nicht nur die Hintergrundgeschichte und Emotionen der Kollegen, sondern auch wie es zum tödlichen Unfall der Station kam. Hier hat es der Entwickler geschafft ein wenig Motivation aufzubauen. So reizt es dann doch weiterzuspielen, nur um herauszufinden was genau passiert ist und wieso an allen Ecken und Enden Sauerstoffflaschen rumfliegen.Im nachhinein ist die Story zwar in keinerlei Hinsicht Interessant und atemberaubend. Doch beim Ersten mal durchspielen, hat der Mix aus atemberaubender Grafik und den kleinen Storyhäppchen, es geschafft mich bis zum Ende bei Stange zu halten. Einzig der viel zu kurze und eintönige Soundtrack führte dazu, dass ich zwischendurch immer wieder eigene Musik abspielen wollte.

Fazit

Mal abgesehen von der tollen Grafik gibt es leider an allen Ecken und Enden Verbesserungspotential. Sei es die fehlende Dramatik des Settings, die relativ belanglose Story oder das simple Gameplay, welches hauptsächlich darin besteht von A nach B zu schweben. Dennoch hat mir Adr1ft beim Ersten spielen durchaus Spaß bereitet. Vorallem gegen Ende wird es wieder etwas spannender und lässt den Spieler in einem moralischen Dilemma zurück.

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Von |2018-08-20T15:40:43+00:00Juli 24th, 2018|Spiele, Test, Weltraum|0 Kommentare

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