Test: Lethal VR

/, Test, Weltraum/Test: Lethal VR

Test: Lethal VR

Lethal VR

14,99€
7.2

Grafik

8.0/10

Gebiete/Spots

5.5/10

Feeling

7.4/10

Herausforderung

7.6/10

Preis/Leistung

7.5/10

Gut

  • Schöne Grafik
  • Tolles Waffen/Spielgefühl
  • Nutzt 360-Grad Spielbereich
  • Authentische Waffensounds

Nicht gut

  • Wurfverhalten der Messer
  • Gegner verschwinden gelegentlich hinter Wänden woraufhin wir keinen Chance mehr haben zu gewinnen

Wer auf Shooting Range Spiele der 80er und 90er steht ist hier genau richtig. Lethal VR projeziert das Konzept nahezu perfekt in die virtuelle Realität.

Übersicht

Shooting Range Spiele gab es in den letzten Jahren nicht viele und einige davon waren leider mehr als schlecht. Jemandem wie mir, der stundenlang mit Shooting Range (NES) und Shooting Gallery (DOS) verbracht hat, geht das Herz auf wenn jemand das alte Prinzip nochmal auf der Vive aufleben lässt. Neben dem grandiosen „Hot Dogs, Horseshoes & Hand Grenades“, hat Three Fields Entertainment ein Shooting Range Spiel auf den Markt gebracht. Neben den vielen Arcade Shootern bringt man frischen Wind in das Genre.

Gameplay

In über 30 Leveln muss der Spieler Pappfiguren zerlegen und Zielscheiben zerstören. Dabei gilt es immer wieder schnelle Reaktionen zu zeigen. Die virtuellen Pappgegner schießen zwar nicht „aktiv“ zurück, sobald aber ein Gegner auftaucht und man ihn nicht schnell genug erledigt, erscheint in großen Lettern „YOU DIED“ oder „CASUALTY“ auf dem Bildschirm und man muss das Level von vorne beginnen. Da in Lethal VR die virtuellen Gegner 360° um einen herum erscheinen, aber auch oft von Wänden verdeckt, oder gut versteckt sind, passiert das ganze deutlich häufiger als einem lieb ist.
Teilweise verbrachten wir über 10 Minuten damit, im Trial&Error Verfahren ein Level zu meistern. Normalerweise sind die Stages relativ schnell absolviert, denn innerhalb von 1-2 Minuten ist man normalerweise durch.

Das Level-Design ist zwar schlicht gehalten, gefällt uns aber sehr gut, da es an die guten alten Shooting Range Klassiker erinnert. Anstatt Teleportation oder Locomotion zu nutzen, werden die verschiedenen Szenerien um den Spieler aufgebaut. Großer Pluspunkt dabei ist, dass der Motion-Sickess Effekt so gut wie gar nicht auftreten kann. Anstatt uns groß zu bewegen, müssen wir uns lediglich um die eigene Achse drehen und schießen. Für Spieler mit wenig bis gar keinem Bereich für Roomscale ist das eine feine Sache. In einigen Leveln erwies es sich dennoch als empfehlenswert ein paar Schritte zu machen, da sich bewegende Pappgegner gerne mal kurzzeitig hinter einer Wand verschwinden und das Level verloren ist, bevor sie wieder auftauchen.

Die Stages lassen sich in zwei Szenerien aufteilen. In der ersten Hälfte des Spiels stehen wir in einem sterilen, Sci-Fi mäßigem Raum und müssen größtenteils Zielscheiben und einige Pappgegner zerstören. Später wird eine Western Kulisse hinzugebaut, welche etwas Farbe ins Ganze bringt.
Zum erfolgreichen Absolvieren stehen uns diverse Waffen zur Verfügung. Diese können jedoch nicht frei gewählt werden, sondern werden für jedes Leven vorgegeben. Neben Pistolen und Automatikgewehr gibt es auch Messer, Wurfsterne und einige Spezialwaffen wie Machete oder Melone(Hut).
Das Wurfverhalten letzterer ist aber leider so dermaßen schlecht, dass es uns immer wieder vor einem Level graust, bei dem wir auf selbige angewiesen sind. Die Dinger landen überall, nur leider nicht dort wo sie sollen.

Sound&Grafik

In Sachen Sound sind wir uns nicht einig, denn neben den wirklich authentisch und toll klingenden Waffen gibt es keinen. Keine Musik, kein Soundtrack, nichts außer dem Aufploppen der Ziele und dem Maschinengeräusch der sich aufbauenden Level. Eigentlich ein No-Go in Spielen.
Wir denken aber die Entscheidung war vollkommen richtig, denn im Spiel muss man sich zum einen konzentrieren, in welcher Richtung der Pappgegner erscheint und zum anderen fördert es die Spannung und das mittendrin-Gefühl.
Grafisch ist Lethal VR absichtlich schlicht gehalten. Die Waffen, das Mündungsfeuer und die Stages sehen aber hervorragend aus und zeigen das die Unreal Engine auch in wenig bombastischen Welten toll aussieht.

Fazit :

Lethal VR bietet für 14,99€ eine tolle VR-Erfahrung und kann auch bedenkenlos von VR-Anfängern und Motion-Sickness-Kandidaten gespielt werden. Jeder Shooting Range Fan sollte Bedenkenlos zugreifen. Einzig das unfassbar schlechte Wurfverhalten der Messer trübt den Gesamteindruck.
Beim 10. gescheiterten Versuch ein Ziel zu treffen, möchte ich am liebsten die Controller in die Ecke werfen, mache dann aber irgendwie doch weiter um die nächste Stage zu erreichen.

Related Post

Von |2018-08-20T15:39:12+00:00Juli 28th, 2018|Shooter, Test, Weltraum|0 Kommentare

About the Author:

Kommentar verfassen